Aktuell: Kleingartenbeirat soll aufgelöst werden (8.1.13)

Der Kleingartenbeirat ist der einzige Ort, wo Kleingärtnerverteter vom Prüner Schlag/Brunsrade die Möglichkeit haben ihre Anliegen vor Politikern in einem Gremium vorzubringen. Parallel zum Antrag, die Anwohnerinitiative Schreventeich (der eine solche Möglichkeit bisher verwehrt blieb) aufzunehmen, liegt jetzt im zuständigen Bauauschuss für die Sitzung vom 10.1.13 der Antrag des Bürgermeisters vor, den Beirat gänzlich aufzulösen. Streng genommen hat der Beirat seine laut Ratsbeschluss zu erfüllenden Aufgaben mit der Abwicklung des Geländes erfüllt. Anträge über die im Ratsbeschluss zu schaffenden Ersatzgärten lagen dort von betroffener Kleingärtnerseite nur in geringer Zahl vor. Aber der Kleingartenbeirat hat z.B. in der letzten Sitzung auch Dinge wie Sicherheit auf dem Prüner Schlag zum Thema gehabt. Der Kleingartenbeirat sollte daher nicht aufgelöst werden, solange noch kein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt, da Krieger ganz offensichtlich nicht bereit ist, von sich aus seine Pflichten aus dem Kaufvertrag (siehe 2.1.13) zu erfüllen. Dass Kleingärtner sich bei der nicht vorhandenen Informationspolitik der Stadt ihnen gegenüber lieber selber eine neue Parzelle suchen als auf gut erreichbare Parzellen durch die Stadt zu hoffen, ist nachvollziehbar. Schließlich geistern viele Gerüchte herum, die teilweise erheblichen Wahrheitsgehalt haben dürften: Sollen laut Ratsbeschluss bis zu 1/3 der Kleingärten verbleiben (laut Kaufvertrag müsste es, wenn überhaupt, wieder hergerichtet werden heißen), so steht im Kaufvertrag insgesamt 3x, dass Möbel Kraft bei Rückgabe des Geländes keine Kleingärten wieder herrichten soll! Unter Hand ist auch zu erfahren, dass wirklich keine Kleingärten mehr in Zukunft sein sollen. Pächter berichten davon, dass der damalige Kreisverbandsvorsitzende bei der Schätzung von Pachten auf der anderen Seite des Hasseldieksdammer Weges abgeraten hat. Verlautbarungen der damaligen OB-Kandiatin Gaschke, die Kleingärten als Industriereservefläche betrachtet, gehen in die gleiche Richtung! Es ist dringend an der Zeit, dass die kleingartenpolitischen Sprecher der Parteien ihre Aufgaben wahrnehmen und wenigstens den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlage bis zu einer möglichen Änderung des Flächennutzungsplans sicherstellen.

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