Grünordnerischer Fachbeitrag

Der Grünordnerische Fachbeitrag (GÖF) liegt seit Anfang Oktober  2013 vor. Eine erste Begehung des Geländes im September 2012 hatte 8 Fledermausarten sicher nachgewiesen, 3 weitere mit Verdacht. Leider ist trotz wiederholter Aufforderungen durch den BUND praktisch nichts zum Schutz des Geländes vor Vandalismus unternommen worden, so dass die Wertigkeit des abschließenden Berichtes im Moment unklar ist. So ist, nicht ganz überraschenderweise im jetzigen Gutachten keine einzige Mutterstube auf dem Gelände gefunden worden, allerdings wurde auch nicht gezielt gesucht, wie eigentlich zu erwarten gewesen war. In Sommer 2013 wurden aber immerhin noch 59 Brutvogelarten auf dem untersuchten Gelände, d.h. Große Grüne Schützengilde (GGSG) , Prüner Schlag (PS) und Brunsrade gefunden, davon alleine 39 auf dem Kleingartengelände , dazu 7 Fledermausarten in diesem Sommer. Mit dem Kammmolch findet sich eine nach europäischem Recht zu schützende Art mit Laichvorkommen im geplanten Baugebiet. Daher stellt sich das Gelände als ausgesprochen artenreich dar, insbesondere auch im Vergleich zu anderen Stadtparks, z.B. in Berlin. Dieser Umstand ist der besonderen Biotopdiversität geschuldet, die das Kleingartengelände mit Hecken, Büschen, z.T. sehr altem, wertvollen Obstbaumbestand, Kleingewässern und auch extensiv genutztem Grünland bietet.

Der grünordnerischer Fachbeitag hat auch die Aufgabe, die detaillierte Planung, die nun erstmalig vorliegt im Gesamtraum zu betrachten und auf Umweltverträglichkeit hin zu untersuchen. Dafür müssen Ausgleiche für eingriffe in Erholung, Umwelt, Klima, Lebensräume, Waldbestand bilanziert werden und ihre Rechtskonformität überprüft werden. Der vorliegende Entwurf enthält aufgrund zu kleiner Ausgleichsflächen vor Ort schon jetzt einen Verbotstatbestand. In unserer ausführlichen Stellungnahme beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem GÖF, wobei wir erheblichen Zweifel an der rechtsmäßigkeit der Einstufung der vorhandenen Kleingärten und der Berechnung des Ausgleiches vor Ort durch „Aufwertung“ haben. Eimn Großteil der übrigen Ausgleichsflächen soll übrigens fern in Wellingdorf, Wellsee, Rönne und außerhalb des stadtgebietes in Boksee liegen. Hier geht es zur Stellungnahme Vorentwurf B-Plan 988.

Hier geht es zum GÖF, hier zum Artenschutzbericht (ASB)

Hier zum Bericht von der Begehung.

Den Schriftwechsel des BUND mit der Stadt bzgl des zunehmenden Vandalismus und der Gefährdung des Umweltgutachtens gibt es unter Aktuell im Zeitraum 2-5/13.

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