Verkehr

Die geplante Ansiedlung von Krieger wird (mit erwarteten 2.500 Kunden werktags sowie 5.000 Kunden am Wochenende) zu einer erheblichen Mehrbelastung durch Verkehrströme auf dem Westring und angrenzenden Gebieten führen.

Normalisierte Verkehrsverhältnisse sind wesentlich dem Bau der parallelen B76 zu verdanken, die der Entlastung des Westrings dient. Eine erneute Mehrbelastung des Westrings durch Kundenverkehre widerspricht dem Entlastungsgedanken. Zudem herrscht am späten Nachmittag jetzt schon stehender Verkehr auf dem Westring in Richtung Süden. Was den nachmittäglichen zähfließenden Verkehr auf der B76 ab Wittland Richtung Osten betrifft, so ist zu erwarten, dass viele Kunden aus dem Nordwesten Kiels und dem Umland von der B76 auf den Westring ausweichen werden, was hier zu erneuter Belastung führen wird.

Der Hasseldieksdammer Weg, der als Allee nicht ausbaufähig ist, wird auch wesentlich mehr Verkehr aufnehmen müssen. Insbesondere dieser Bereich ist im weiteren Verlauf (dann als Hofholzallee) überlastet. Auch Querverkehre vom geplanten Möbelhaus in den benachbarten Citti-Park oder zu IKEA sind (laut Standortmerkmal „Besonderheiten“ im Bewertungsraster des Bauausschusses) im Sinne von Synergie-Effekten gewollt und belasten den Bereich Westring/Saarbrückenstraße zusätzlich. Die Verkehrsentlastung gerade dieses Bereiches durch eine geplante „kleine Lösung“ wird von der LH Kiel als herausragendes Ergebnis des Verkehrsworkshops gelobt und dient zur Legitimation einer kostenintensiven Anbindung des Mühlendamms an die A215. Es ist abzusehen, dass durch die Ansiedlung des Krieger-Möbelhauses die positiven Entlastungseffekte in diesem Bereich deutlich niedriger ausfallen werden.

Der durch die geplante Ansiedlung des Möbelhauses ausgelöste Verkehr wird entlang der A215 / B76 das Wohngebiet Hasselrade zusätzlich mit Verkehrslärm belasten. In diesem Bereich wird bereits jetzt durch die strategischen Lärmkarten der Stadt Kiel ein Schallpegel von 70 – 75 dB ausgewiesen, das ist eine der stärksten Lärmbelastungen im Stadtgebiet.

Die Schüler der Friedrich-Junge Gemeinschaftsschule sowie Grundschule und auch die Schüler der Waldorfschule werden durch die Zunahme des Verkehrs in ihrer Sicherheit auf dem Schulweg beeinträchtigt werden.

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