Einzelhandelskonzept der Stadt

Das Einzelhandeslskonzept GEKK wurde im Januar 2011 vom Rat beschlossen.

2008 wurden als Vorarbeit zum GEKK das Gutachten CIMA-Perspektiven für Kiel veröffentlicht:

Dabei wird Kiel als Oberzentrum gesehen, dass heißt dass die Umsätze der Händler die Kaufkraft der einheimischen Bevölkerung deutlich wegen des Zustroms von Käufern aus dem Umland übersteigen. Dies wird als Zentralität bezeichnet, wobei diese im Schnitt 140% beträgt (die einheimische Kaufkraft ist =100%). (Dabei wird als periodischer Bedarfsbereich der Bedarf von Gütern des täglichen Lenbens, als aperiodisch der von Anschaffungen bezeichnet.)

„Im aperiodischen  Bedarfsbereich  werden  bei  einer  Handelszentralität  von  156,7  %
ebenfalls  deutliche  Kaufkraftzuflüsse  sichtbar.“(CIMA S.47)

Bei Einrichtungsbedarf beträgt die Zentralitätszahl für Möbel und Antiquitäten 158%, für Gardinen, Teppiche und Heimtextilien 163.8%; d,.h. die Versorgung ist bereits jetzt für ein Oberzentrum überdurchschnittlich.

Das Gutachten beschließt dieses Kapitel daher mit folgendem Fazit:

„Auf der einen Seite zeigt dies die grundsätzlich  sehr  gute  Nahversorgungssituation  in  Kiel.  Auf  der  anderen
Seite  bedeutet  diese  Tatsache  auch,  dass  für  weitere  Ansiedlungen  nur  ein begrenztes Potenzial zur Verfügung steht, welches aus Gutachtersicht primär zur  Sicherung  der  Nahversorgung  in  den  bislang  weitestgehend  unterver-sorgten bzw. nicht ausreichend versorgten Gebieten sowie zur Sicherung der bestehenden Nahversorgungsstandorte genutzt  werden sollte .“ (CIMA S.47)

Das GEKK nimmt auf dieses Gutachten nur begrenzt Bezug, fasst aber auf S.16 zusammen:

„Neuansiedlungen (großflächigen) Einzelhandels mit nicht-zentrenrelevanten Hauptortimenten sollen vorrangig auf ausgewählte Sonderstandorte konzentriert werden. Diesbezüglich zeigen sich absatzwirtschaftliche Entwicklungsspielräume v.a. in den Branchen Möbel – und Bau – und Gartenmarktsortimente. In diesem Zusammenhang ist auch die Ausweisung eines Sonderstandortes in Betracht zu ziehen. Beispielsweise eignet sich der Standort B404 im Kieler Süden zur Ansiedlung eines Möbelmarktes.“ (GEKK, S.16)

(damit ist eine Ansiedlung an anderer Stelle möglich, das GEKK fusst hier nicht auf den Gutachten, sondern nimmt die schon zum Zeitpunkt der Erstellung (2011) geplante Ansiedlung am Westring vorweg. (Quelle: Mündliche Mitteilung aus der Verwaltung, die entsprechende Gespräche bis zu Frau Volquartz als OB zurückverfolgen lassen, vergleiche auch interkommunale Zusammenarbeit)

Advertisements